#5JahreNachHanau: Das Ende des Westens, wie wir ihn kannten?
Fünf Jahre nach Hanau ist die Frage, in welcher Phase der „Faschisierung" die „westlichen Demokratien" stehen, nicht mehr abstrakt – sie ist konkret, spürbar, täglich. Rechter Terror entsteht nicht am Rand, sondern im Zentrum einer Gesellschaft, die sich an autoritäre Antworten gewöhnt.
Wir beginnen den Abend mit zwei Kurzfilmen:
Tiefenschärfe (Alex Gerbaulet & Mareike Bernien, 14 Min.) arbeitet mit Spuren des NSU an Tatorten, wo drei Menschen ermordet wurden. Durch verschobene Bildachse und Off-Texte wird die Erschütterung sichtbar, die sich in die (post)migrantische Realität eingeschrieben hat.
Dunkelfeld (Ole-Kristian Heyer, Patrick Lohse, Marian Mayland, 15 Min.) kehrt zum Brandanschlag 1984 in Duisburg zurück, bei dem sieben Menschen starben. Der Film zeigt, wie schnell Behörden harmlose Erklärungen fanden – und wie Angehörige bis heute um Anerkennung kämpfen.
Anschließend diskutiert Ceren Türkmen mit Sarah-Lee Heinrich, Mario Candeias und weiteren Gäst*innen: Leben wir in einem Übergang, in dem autoritäre Dynamiken normalisiert werden? Wie kann Handlungsfähigkeit neu bestimmt werden?
Schwankhalle (Katrin Hylla) E-Mail: hylla@schwankhalle.de