Umwelt / Nachhaltigkeit

GAU macht schlau? 10 Jahre nach Fukushima

GAU Titelbild
11.03.2021
19:00 Uhr
Referent:in Carsten Rau, weitere Expert:innen aus Polen und der Ukraine Veranstaltungsort: Internetveranstaltung
Online

Im März und April dieses Jahres jähren sich die beiden großen Katastrophen der zivilen Kernkraftnutzung: Am 11. März ist es genau 10 Jahre her, dass in Fukushima der Super-Gau begann, am 26. April vor 35 Jahren explodierte der Reaktor Tschernobyl. Nachdem Deutschland lange Zeit Treiber der nuklearen Forschung und Energiegewinnung war, bewirkte Fukushima den deutschen Ausstieg aus der Atomkraftnutzung.

Derzeit sind in Deutschland noch sechs der weltweit 412 Reaktoren aktiv. Doch die Hälfte der EU-Staaten will perspektivisch auch weiterhin Atomkraft nutzen, sie z.T. energisch ausbauen, und angesichts der fossil befeuerten Klimakatastrophe werden auch in Deutschland die Stimmen wieder lauter, die, angesichts unseres ungebremsten Energiehungers, die Reaktoren zur Reduzierung der Erderwärmung für unverzichtbar halten. Wo also stehen wir 10 Jahre nach Fukushima, 35 Jahre nach Tschernobyl?

In einer zweiteiligen Bestandsaufnahme widmen wir uns am 11.3. zunächst europäischen Perspektiven auf die Atomkraft, um am 26. April die gerade mühsam anlaufende Endlagersuche zu thematisieren.

Durch Kooperation und Vermittlung der Jungen DGO (Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde) beteiligen sich am 11.3. Expert:innen aus Polen und der Ukraine, mit dem Fachjournalisten Carsten Rau, dessen Dokumentation „ATOMKRAFT FOREVER“ im Mai, falls möglich, in die Kinos kommt, ist ein weiterer langjähriger Kenner nuklearen Materie dabei.

Teilnahmegebühr: kostenlos Veranstalter: Heinrich Böll-Stiftung Bremen Kontakt
Heinrich Böll-Stiftung Bremen E-Mail: kontakt@boell-bremen.de