Bremer Juristinnen unter der NS-Justiz
Beleuchtet werden die Lebenswege erster Juristinnen und die Verfolgung und Ermordung erster Akademikerinnen jüdischer Herkunft und jüdischen Glaubens vor dem Hintergrund der Zerstörung der jüdischen und deutschen Frauenbewegung(en) in Bremen.
Erste Juristinnen haben sich ihr Jurastudium, den Abschluss mit dem Zweiten Staatsexamen und ihre juristische Berufstätigkeit in Deutschland oft erkämpft und ein paar Jahre später im NS-Staat wieder verloren: Berufsverbote, Vertreibung, Deportation, Ermordung, Exil, Remigration und Restitution.
Es waren Juristinnen jüdischer Herkunft und jüdischen Glaubens, Margarete Mühsam und Dr. Margarete Berent, die 1914 gemeinsam mit Dr. Marie Raschke den Deutschen Juristinnen-Verein e.V. (DJV), gründeten, als dessen Nachfolgeorganisation sich der Deutsche Juristinnenbund (djB) versteht.
Doch erst das „Gesetz über die Zulassung der Frauen zu den Ämtern und Berufen in der Rechtspflege“ vom 11. Juli 1922 beseitigte endlich alle formalen Hindernisse, und Frauen wurde der Zugang zum Staatsexamen und schließlich zu den juristischen Berufen gewährt.
Tobias Peters E-Mail: tobias.peters@lzpb.bremen.de Telefon: 0421 361 2098