„Das Unvorstellbare Zeigen“ Comics gegen das Vergessen
Die Graphic Novel-Ausstellung präsentiert zehn Zeichner:innen aus den Niederlanden, aus Deutschland und Belgien, die sich mit Geschichten aus Konzentrationslagern auseinandergesetzt haben. Sie haben Geschichten aus drei ehemaligen Konzentrationslagern gezeichnet – dem KZ Neuengamme in Deutschland, der Kazerne Dossin in Belgien und dem Lager Westerbork in den Niederlanden. Die Kazerne Dossin und das Lager Westerbork waren Sammellager, in die die jüdischen Bürger:innen der Niederlande und Belgien vor der Deportation leben mussten.
Startpunkt des Graphic-Novel-Projektes war ein achtzig Jahre alter Comic, den der niederländische Historiker Kees Ribbens vom Amsterdamer „Institute for War, Holocaust and Genocide Studies“ neu entdeckt hat: Der Künstler August M. Fröhlich schilderte bereits 1944 in Form einer gezeichneten Geschichte in sechs Bildtafeln, was nach der Ankunft eines Deportationszuges in einem Vernichtungslager geschah. Die brutale Darstellung von Szenen auf dem Weg in Gaskammern zeigt nicht explizit ein bestimmtes Lager, vermutlich kannte Fröhlich Berichte von der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Majdanek am 23. Juli 1944 durch sowjetische Truppen. Der Comic „Nazi Death Parade“ wurde Anfang 1945 in den USA veröffentlicht, als die meisten Konzentrationslager noch in vollem Betrieb waren.
Aus der Beschäftigung mit diesem Format, einer kurzen Bilderzählung, und zusätzlich mit verschiedenen Biografien aus den Konzentrationslagern entwickelten zehn Zeichner:innen eigene Comics, die jetzt in der Bremischen Bürgerschaft gezeigt werden.
Künstler:innen: Erik de Graaf, Melanie Kranenburg, Sterric, Jennifer Daniel, B. Carrot, Wide Vercnocke, Milan Hulsing, Tobi Dahmen, Jeroen Janssen & Arezoo Moradi, Guido van Driel.
anmeldung@buergerschaft.bremen.de Veranstalter: Landeszentrale für politische Bildung Bremen Kooperationspartner: Bremische Bürgerschaft, "Erinnern für die Zukunft e.V." BarrierefreiheitInformationen zur Barrierefreiheit erhalten Sie beim Veranstalter. Kontakt
Tobias Peters E-Mail: tobias.peters@lzpb.bremen.de Telefon: 0421 361 2098