Der Holocaust in den „Bloodlands“: Distrikt Galizien

Vortrag von Dr. Ivo Bock.

Obwohl im Distrikt Galizien unter deutscher Besatzung 1941 bis 1944 etwa 500.000 Juden ermordet wurden, gehörte dieses monströse Massenverbrechen lange Zeit zu den am wenigsten erforschten und in der Öffentlichkeit bekannten Kapiteln des Holocaust. Erst in den letzten rund zwanzig Jahren gelang es vor allem den deutschen Historikern Dieter Pohl und Thomas Sandkühler, in einer Reihe von Publikationen dieses Defizit weitgehend zu beheben. In Anlehnung an ihre Arbeiten wird der Vortrag den Versuch unternehmen, die Besonderheiten der „Endlösung der Judenfrage“ in Ostgalizien und ansatzweise auch in einigen anderen Teilen Osteuropas (Baltikum) zu beleuchten und zu erklären. Diese Forschungen führen uns zu einem erweiterten und differenzierten Bild vom nationalsozialistischen Genozid an den Juden. 

Dr. Ivo Bock ist aus der Slowakei nach Bremen gekommen, er hat hier viele Jahre an der Forschungsstelle Osteuropa der Uni Bremen gearbeitet.

Teilnahmegebühr: kostenfrei Veranstalter: Deutsch-Israelische Gesellschaft Bremen/Unterweser e.V. Barrierefreiheitbarrierefrei mit Einschränkung (keine automatische Türöffnung)