Geschichte und Erinnerung

Die Frau in der DDR

FAHRRA 4 Copyright DEFA Stiftung Dietram Kleist sw v4
Foto: DEFA-Stiftung
10.01.2022
20:00 Uhr
Referent:in Lea Lünenborg, Helke Misselwitz, Therese Koppe Veranstaltungsort: City 46
Birkenstraße 1
28195 Bremen

Was bedeutet es für eine Gesellschaft im zwanzigsten Jahrhundert, wenn die Gleichberechtigung der Frau gewünscht und staatlich gefordert ist? Welche Wege finden und gehen Frauen, um einen eigenen Lebensentwurf zu gestalten? In der DDR war die Gleichberechtigung der Geschlechter nötig, Frauen wurde die Vollbeschäftigung ermöglicht, Kinderbetreuung und Hausarbeit zu vergesellschaften versucht. Die vollständige Gleichberechtigung: Während davon in der BRD noch keine Rede war, wurde sie im sozialistischen System als vollzogen proklamiert. Was hat das mit den Frauen gemacht und noch expliziter – was haben die Frauen daraus gemacht? In drei unterschiedlichen Filmen aus und über die DDR wird dieser Frage auf den Grund gegangen.
In „Das Fahrrad“ von Evelyn Schmidt aus dem Jahr 1981 erleben wir ein ungewöhnliches und unerwünschtes Frauenbild und begleiten die alleinerziehende Mutter Susanne auf dem Weg zu ihrer eigenen weiblichen Freiheit.

Nach dem Film wird es ein Publikumsgespräch geben mit der Regisseurin des Films und vielfach ausgezeichneten Filmemacherin Helke Misselwitz.

Helke Misselwitz gehört zu den wichtigsten Filmemachern der letzten DEFA-Generation. Bereits während der Studienzeit fallen ihre filmischen Übungen auf, aber erst 1988 kann sie mit Winter adé nationale Anerkennung erzielen. Auch nach der Wende arbeitet sie weiter als Filmemacherin und thematisiert dabei immer wieder das Leben der Frau in der Gesellschaft. Seit 1997 ist Helke Misselwitz Professorin für Regie an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg. Sie ist Mitglied der Akademie der Künste Berlin-Brandenburg.

Diese Veranstaltung ist der erste Teil einer Filmreihe über die Frau in der DDR.
6. Dezember, 20 Uhr: Das Fahrrad (1981)
10. Januar, 20 Uhr: Winter adé (1988)
7. Februar, 20 Uhr: Im Stillen laut (2019)

Die Veranstaltungsreihe wird freundlicherweise unterstützt vom City 46, von der Karin und Uwe-Hollweg-Stiftung und von der Heinrich Böll Stiftung Bremen.

Teilnahmegebühr: 9€ / 5,50€ erm. Veranstalter: City 46 – Kommunalkino Bremen e.V. BarrierefreiheitBedingt barrierefrei Automatische Eingangstür zum Kinofoyer. Fahrstuhl, WC und ebenerdiger Zugang zu den Kinosälen. Beide Kinosäle verfügen über Plätze für Rollstühle. Kontakt
City46 E-Mail: info@city46.de Telefon: 0421 - 957 992 90