Gedenkprogramm 27. Januar

Die Wohnungsfürsorgeanstalt Hashude

27. Januar web
"Fürsorgeanstalt Hashude". Foto: Staatsarchiv Bremen
26.03.2022
15:00 Uhr
Referent:in Dr. Elke Steinhövel Veranstaltungsort: Kita Warturmerplatz
Warturmer Platz 30A
28197 Bremen

Vortrag von Dr. Elke Steinhövel und Führung zur „NS-Asozialenpolitik und die Bremer Wohlfahrtspflege“.

In Wolt­mers­hau­sen ent­stand am War­tur­mer Platz (da­mals Heim­weg) 1936 die na­tio­nal­so­zia­lis­ti­sche „Woh­nungs­für­sor­gean­stalt“. Fak­tisch han­del­te es sich um ei­nen ab­ge­schlos­se­nen Ein­rich­tungs­kom­plex für häu­fig kin­der­rei­che „Ge­mein­schafts­frem­de“ und „so­zi­al­schäd­li­che Ele­men­te“, wie sie im NS-Jar­gon ge­nannt wur­den. In die­se Ein­rich­tung wur­den zwangs­wei­se stig­ma­ti­sier­te Men­schen zur „Er­zie­hung“ im Sin­ne der Nazi-Ideo­lo­gie ein­ge­wie­sen. Au­ßer­dem soll­ten die Män­ner ei­ner re­gel­mä­ßi­gen Ar­beit nach­ge­hen. Wei­ger­ten sie sich, wur­den sie in das Arbeitslager im Teufelsmoor ein­ge­wie­sen, das die Be­hör­de zu die­sem Zweck ein­ge­rich­tet hat­te.
Die An­stalt in Wolt­mers­hau­sen war stadt­weit be­rüch­tigt un­ter dem Na­men „Has­hu­de“, wenn­gleich sich die Be­zeich­nung Has­hu­de rich­ti­ger­wei­se auf jene Wohn­blö­cke be­zieht, die sich vor dem War­tur­mer Platz be­fin­den.
In den 30 recht klei­nen Woh­nun­gen aus Stein und Be­ton wohn­ten ins­ge­samt ca. 170 Er­wach­se­ne und 420 Kin­der. Den Be­woh­ner:in­nen stan­den kei­ne Gär­ten zur Ver­fü­gung. Die Hal­tung von Klein­tie­ren wur­den ih­nen eben­falls nicht ge­stat­tet.

Teilnahmegebühr: Kostenlos Veranstalter: Erinnern für die Zukunft e.V. BarrierefreiheitInformationen zur Barrierefreiheit erhalten Sei beim Veranstalter Kontakt
Tobias Peters E-Mail: tobias.peters@lzpb.bremen.de Telefon: 0421 361 2098
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