Gedenkprogramm 27. Januar

Eine Stunde Klagemauer - Fotos aus Jerusalem, Analog & Schwarz/Weiß

27. Januar web
"Fürsorgeanstalt Hashude". Foto: Staatsarchiv Bremen
10.01.2022 –
18.02.2022
Referent:in Jürgen Fiege, Ausstellungseröffnung: Gastrednerin Monika Thiele Veranstaltungsort: Bürgerhaus Mahndorf
Mahndorfer Bahnhof 10
28307 Bremen

Ausstellungseröffnung 10.1.22, um 19 Uhr

Ausstellung vom 10.01.22 bis zum 18.02.22

Ausstellung Mo-Do 9-20 Uhr, Fr 9-14 Uhr

Die Ausstellung zeigt die Klagemauer als einen Ort, der nicht nur Juden aller politischen und Glaubens-Richtungen, sondern auch Touristen und moslemische Betende und Wallfahrer anzieht. Sie wurde damit zum Fokus für Begegnung und zugleich Konflikte. Für den Islam ist der Ort mit den darüber befindlichen Moscheen ebenfalls heilig. Die Klagemauer ist nach jüdischer Überlieferung Teil des Herodischen Tempels, der im Jahr 70 n.u.Z. von den Römern zerstört wurde. Die jüdische Oberschicht wurde vertrieben. Jahrhunderten lang war es der Traum jüdischer Gläubiger, dorthin zurückzukehren. Die Verfolgung der Juden in Europa seit Ende des 19. Jh. konkretisierte diese Idee. Es folgte die Besiedelung Palästinas durch Juden aus Europa, Asien und Nordafrika. So entstand auch – als unmittelbare Reaktion auf den Holocaust – der Staat Israel. Die Mauer wurde zum Kristallisationsort der jüdischen Identität. Neben dem Judentum ist Jerusalem auch Ort der beiden anderen Weltreligionen Christentum und Islam.
Die Bilder entstanden während eines einstündigen Aufenthalts an der Klagemauer. Der Fotograph Jürgen Fiege war zwei Jahrzehnte im Deutsch-Israelischen Jugend- und Fachkräfteaustausch tätig. Er hat in dieser Zeit Israel viel bereist und so einen tiefen Einblick in Gesellschaft, Kultur und Politik gewonnen. Jürgen Fiege fotografiert und vergrößert analog in brillantem, sattem und kontrastreichem Schwartz-Weiß.

Online zusätzlich möglich:
Zur Person: Jahrgang 1942, 1954 zeigt ihm sein Vater Dunkelkammer-Technik, 1958 schenkt ihm seine Mutter eine alte Rollfilmkamera (Format 6 x 9 cm), im selben Jahr erste Aufnahmen im KB-Format (24 x 35 mm) mit Agfa-Silette, später dann eine Rollei 35, dann Canon AE 1.
Beruf: Politische Bildung, Medienpädagogik im Jugendhof Steinkimmen mit den Schwerpunkten Theater, Film, Fotografie für Jugendliche und MultiplikatorInnen. Diverse Veröffentlichung zum Thema Fotografie, u.a. „Die Dauer des Augenblicks“ – Ein fotopädagogisches Handbuch, 2002, komplett überarbeitet unter www.kunst-fotografie.com.
Seit 2005 Ausstellungen, Diavorträge (u.a. „Mali? Wo ist das denn?“), Schreibwerkstäten für SeniorInnen (Biografisches Schreiben), Buchveröffentlichungen, Blogger (miniaturen.blogger.de).

Teilnahmegebühr: kostenfrei Anmeldung: telefonisch
0421 485815
Veranstalter: Bürgerhaus Mahndorf e.V. BarrierefreiheitEine Stufe, Rampe aufstellbar Kontakt
Bürgerhaus Mahndorf Telefon: 0421 485815