Geschichte und Erinnerung Extremismus

Erzählcafé mit Kunstgespräch: Geschichten verweben

CAN Post Slides 20261008  v3
08.10.2026
16:00 Uhr
Referent:in Minh Duc Pham, Claudia A. Cruz, Lena Prötzel, Nicole Giese-Kroner, Team des Demokratiezentrums Land Bremen Veranstaltungsort: Weserburg Museum für moderne Kunst
Teerhof
28199 Bremen

Beim Erzählcafé Weaving histories, stitching & art-cycling mit Claudia A. Cruz werden beim gemeinsamen Arbeiten mit textilen Techniken Geschichten über Einheit, plurale Erinnerungen und Herausforderungen für die Demokratie geteilt. Dazu findet um 16:15 Uhr ein Kunstgespräch mit dem Künstler Min Duc Pham in der Ausstellung So wie wir sind statt. Schwerpunkte sind hierbei die Themen Nachwendegeneration, pluralistisches Erinnern und Zukünfte sowie Deutschlandbilder nach den Landtagswahlen.

Programm

16–20 Uhr Weaving histories, stitching & art-cycling

Zusammen mit der mexikanisch-deutschen Künstlerin Claudia A. Cruz geht es darum beim Weben und Zusammennähen von zarten Textilien ins Gespräch zu kommen. Dafür sind keine Vorkenntnisse nötig. Wir bringen Fragen zum gemeinsamen Zuhören und Erzählen von Geschichte rund um die (Nach-)Wendezeit mit. Es geht um das Erlebte, (Nicht-)Gesehene in Biographien. Dabei spielt es keine Rolle, wann oder wo ihr geboren seid. Weil es auch um das jetzt geht, wie man Demokratie retten kann, wie man Ermutigung findet gegen autoritäre Wünsche und rechtsextremen Hass in Ost und West. Mit am Tisch sitzen im Wechsel Minh Duc Pham, aus der Weserburg Lena Prötzel, Nicole Giese-Kroner aus dem Syker Vorwerk und das Team des Demokratiezentrums Land Bremen.

16:15–17 Uhr Kunstgespräch mit Minh Duc Pham

Im Rundgang durch die Ausstellung So wie wir sind schauen sich Minh Duc Pham und Lena Prötzel (Weserburg) Arbeiten an, die die Themen plurales Erinnern, Deutschlandbilder und Rechtsextremismus in Ost und West thematisieren. Minh Duc Pham gibt Einblick in seine Arbeit Präsente. Für die Ewigkeit (2024), die Teil der ab dem 4.10. eröffneten Gruppenausstellung Die Kids sind nicht alright! im Syker Vorwerk ist.

Zur Person:

Minh Duc Pham (*1991, Schlema) ist ein deutsch-vietnamesischer Künstler. In seinen Arbeiten spielt das Aufwachsen in einer unsicheren und präkeren Nachwendezeit und ihre Folgen eine Rolle. Es geht um vulnerable Geschichten, für die es keinen Raum gab. So wie etwa die reproduktiven Ungerechtigkeiten in der DDR im Umgang mit den damaligen Vertragsarbeiter*innen. In Phams Arbeiten entsteht ein alternativer Raum, weg von einem ständig unterdrückten, queeren Blick. Zarte Materialien, Stoffe, Blumen verhandeln Trauma und Resilienz. Neben seinem Diplomstudium in Ausstellungsgestaltung und Szenografie an der HfG Karlsruhe studierte er parallel an der UdK Berlin Zeitbezogene Medien und Performance sowie Designtheorie. Minh Duc Pham war auch Teil mehrere Theaterproduktionen, wie 1000 Serpentinen Angst (Hannover), Home Away from Home (Cloud Gate Dance Theatre Taipei) und Semiotiken der Drecksarbeit.

Teilnahmegebühr: Kostenfrei Veranstalter: Weserburg Museum für moderne Kunst Kooperationspartner: Syker Vorwerk - Zentrum für zeitgenössische Kunst und Demokratiezentrum Land Bremen BarrierefreiheitDer Projektraum und die Ausstellungen sind mit Aufzug zugänglich. Auf der Etage 2 1/2 befindet sich eine barrierefreie Toilette. Kontakt
Lena Prötzel (Weserburg) E-Mail: proetzel@weserburg.de