Gedenktag für die Bremer Opfer der Medizinverbrechen

Erinnern an die Opfer der Psychiatrie im Nationalsozialismus im Land Bremen

Zwischen 1938 und 1944 wurden fast eintausend Patientinnen und Patienten der Nervenklinik in Bremen, der Vorgängerin des Zentralkrankenhauses Bremen Ost, im Rahmen der sogenannten „Euthanasie“ in andere Anstalten verlegt. Mindestens 891 Menschen wurden Opfer der menschenverachtenden Psychiatrie und Gesundheitspolitik im Nationalsozialismus. Die meisten von ihnen starben in Tötungsanstalten wie Hadamar und Meseritz, einige auch in der Bremer Nervenklinik eines gewaltsamen Todes. Daran erinnern soll das Mahnmal IRRSTERN und alljährlich der Gedenktag am 30. Mai.

Am 30. Mai 1940 wurden 36 Männer und Frauen, Patient*innen der Bremer Nervenklinik, in die Heil- und Pflegeanstalt Wehnen bei Oldenburg verlegt, wo sie großenteils den Krieg nicht überlebten.

In diesem Jahr stehen die Bremerhavener Opfer der Medizinverbrechen im Mittelpunkt des Gedenkens. Bekannt ist das Schicksal von 140 Männern, Frauen, Kindern und Jugendlichen, die im Rahmen der „Euthanasie“- Maßnahmen der Nationalsozialisten in einer Tötungsanstalten ermordet wurden. 377 Bremerhaver*innen mussten sich einer Zwangssterilisation unterziehen.

Weitere Informationen über die Geschichte der Psychiatrie in Bremen zeigt das Krankenhaus-Museum.

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