Rassismus Internationale Politik

Israelbezogener Antisemitismus

LZPB default online veranstaltung sam mcghee unsplash
Online-Veranstaltung, Symbolbild © Sam McGhee, unsplash
13.09.2021
14:00 Uhr
Referent:in Dr. Rosa Fava Veranstaltungsort: online via Zoom
online

Seminar von 14:00 bis 18:00 Uhr

Israelbezogener Antisemitismus kann den Staat Israel dämonisieren, delegitimieren oder legt an das politische Handeln Israels im Nahostkonflikt besondere moralische Wertmaßstäbe an, die so auf keinen anderen Staat angewandt werden. Zugleich spielt der Konflikt öffentlich und im deutschen Selbstverständnis und bei Identitätsbildungsprozessen von Jugendlichen immer wieder eine große Rolle. Dabei erfolgt in Medien und pädagogischen Diskursen nicht selten eine Aufspaltung in
problematische, meist als muslimisch und/oder migrantisch markierte Jugendliche und eine Mehrheitsgesellschaft, die aus der Geschichte gelernt habe. Der israelbezogene Antisemitismus stellt im Alltag tatsächlich für viele eine große Herausforderung dar, weil er sich inhaltlich meist als Kritik der Politik Israels im Nahostkonflikt kleidet und die Grenze oft schwierig zu bestimmen ist. Während offener Antisemitismus, wie etwa Angriffe auf Synagogen, leicht zu erkennen scheint, erweist sich der Umgang damit doch als schwierig, da er sich mit vielen Vereinfachungen in Bezug auf den Israel/Palästina-Konflikt verbindet. In dem Seminar geht es daher darum, der Selbstreflexion der
eigenen Positionierung und (De-)Thematisierungs-Wünschen in Bezug auf den Nahostkonflikt, den hiermit verknüpften Emotionen und den israelbezogenen Antisemitismus Raum zu geben. 

Neben einer Einführung zu antisemitischen Wissensbeständen gibt der Workshop Impulse zum (sozial-)pädagogischen Aufgreifen und stellt Handlungsstrategien vor, die Kontroversität und Multiperspektivität ins Zentrum setzen. 

Kurzportrait: Dr. Rosa Fava ist promovierte Erziehungswissenschaftlerin hat im Jüdischen Museum Berlin das Projekt „Vielfalt in Schulen" und als Fellow das Projekt „Didaktik des Nahostkonflikts" umgesetzt. Sie ist Leiterin der ju:an-Praxisstelle antisemitismus- und rassismuskritische Jugendarbeit bei der Amadeu Antonio Stiftung. Dr. Rosa Fava ist seit vielen Jahren in der Bildungsarbeit gegen
Antisemitismus tätig, u.a. mit den Schwerpunkten Rassismus, Antisemitismus, Migration und Diversität.

Teilnahmegebühr: kostenlos Anmeldung: VA-Nr.: 31 Veranstalter: Landeszentrale für politische Bildung Bremen Kooperationspartner: Landeszentrale für politische Bildung Außenstelle Bremerhaven, Akriba, Schulamt Bremerhaven: Abteilung für Schulentwicklung und Fortbildung (SEFO) Kontakt
Lena Prötzel E-Mail: lena.proetzel@lzpb.bremen.de Telefon: 0471 941 41 97