Europa Geschichte und Erinnerung

Quo vadis, Aida?

QUO VADIS AIDA
QUO VADIS, AIDA, (c) Deblokada, Foto von Christine A. Maier
14.05.2022 –
22.05.2022
Veranstaltungsort: Der Film wird als Online-Stream angeboten.
Er kann per Sichtungslink angeschaut werden
Online

14.5. – 22.5. ganztägig

Bosnien, Juli 1995. Aida (Jasna Ðuriči) ist Übersetzerin für die UN in der Kleinstadt Srebrenica. Als die serbische Armee die Stadt einnimmt, gehört ihre Familie zu den Tausenden von Menschen, die im UN-Lager Schutz suchen. Als Dolmetscherin in den Verhandlungen hat Aida Zugang zu entscheidenden Informationen. Sie versucht dabei, Lügen und Wahrheiten auseinanderzuhalten, um herauszufinden, wie sie ihre Familie und ihre Mitbürger:innen retten könnte.

Quo vadis, Aida erzählt von nur wenigen dramatischen Tagen im Leben einer Frau, deren Schicksal für das einer ganzen Generation von Frauen steht, die den Krieg in Bosnien überlebt haben. Mehr als 8000 – fast ausschließlich männliche – Zivilist:innen wurden bei dem als Genozid eingestuften Massaker von Srebrenica von der bosnisch-serbischen Armee ermordet und in Massengräbern verscharrt. Es gilt als das schwerste Kriegsverbrechen in Europa seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Neben den grausamen Taten der Armee von Ratko Mladić wurde im Zusammenhang mit dem Völkermord auch die Rolle der Vereinten Nationen scharf kritisiert.

Das oscarnominierte Drama “Quo Vadis, Aida?” (2020) der Drehbuchautorin und Regisseurin Jasmila Žbanić handelt vom Völkermord in Srebrenica und wurde vergangenes Jahr mit dem Europäischer Filmpreis ausgezeichnet. Wir zeigen den Film vom 14. bis 22. Mai im Rahmen des digitalen Cinema Europa. Begleitend bietet die Landeszentrale für Politische Bildung in Kooperation mit der Europaabteilung bei Wirtschaft, Arbeit und Europa eine Diskussionsveranstaltung mit der Journalistin Melina Borčak am 17.5.2022 von 19.30 Uhr - 21.00 Uhr an.

 

Drehbuch und Regie: Jasmila Žbanić

Bosnien und Herzegowina / Österreich / Rumänien /

Niederlande / Deutschland / Polen / Frankreich / Norwegen / 2020

Gefördert von Medienboard Berlin-Brandenburg und in Kooperation mit ZDF/ARTE

Sprache: Deutsche Fassung (Deutsch, Englisch, Holländisch)

104 Minuten

Teilnahmegebühr: kostenfrei - Das Kontingent an Einzeltickets ist allerdings begrenzt. Anmeldung: Bitte den kostenfreien Link anfordern
europawoche@europa.bremen.de
Veranstalter: Landeszentrale für politische Bildung Bremen Kooperationspartner: Europaabteilung bei Wirtschaft, Arbeit und Europa BarrierefreiheitDigital zugänglich, weitere Barriere-Kriterien werden derzeit noch geprüft. Kontakt
Lena Prötzel E-Mail: lena.proetzel@lzpb.bremen.de Telefon: 0471 45038