Geschichte und Erinnerung Gesellschaft

Soviet Daughter - A Graphic Revolution

Cover Draft FINAL2017
© Julia Alekseyeva, Cover von "Soviet Daughter"
02.11.2021
18:15 Uhr
Referent:in Julia Alekseyeva, Susanne Schattenberg Veranstaltungsort: Online-Veranstaltung

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kpax [krach] 1991. Der Zerfall der Sowjetunion und seine Folgen" wird Julia Alekseyeva aus ihrem Buch lesen und illustrierte Passagen dieser außergewöhnlichen Geschichte präsentieren. Anschließend gibt es Zeit für Fragen und Diskussion.

Weit über die 69 Jahre ihres Bestehens hinaus hat die Sowjetunion als größter sozialistischer Staat die Weltgeschichte geprägt. Mit der russischen Oktoberrevolution 1917 und der Gründung der UdSSR 1922 umfasst die Geschichte der Sowjetunion bis zu ihrem Ende 1991 nicht nur das gesamte kurze 20. Jahrhundert, sondern den Zeitraum eines ganzen Lebens. Ein solches Leben veranschaulicht die Autorin Julia Alekseyeva in ihrer Graphic Novel Soviet Daughter.

Mit liebevoll gezeichneten Illustrationen erzählt die Autorin die Lebensgeschichte ihrer Urgroßmutter Lola. 1910 in eine jüdische Familie geboren, erlebte Lola den Bürgerkrieg, den Großen Terror, den Holocaust während des Großen Vaterländischen Krieges sowie die Destalinisierung. Nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl wandert die Familie schließlich 1992 in die Vereinigten Staaten aus. Die sorgfältig erzählte Geschichte bettet Lolas Lebensstationen nicht nur in die markanten Ereignisse der sowjetischen Geschichte ein, sondern zeigt auch, wie ein Mensch mit ihnen zurechtkam. Ausgehend von autobiografischen Aufzeichnungen ihrer Urgroßmutter zeichnet Alekseyeva diesen Weg nach und verknüpft ihn mit Episoden aus ihrer eigenen Biografie.

Julia Alekseyeva ist Autorin/Illustratorin und Assistenzprofessorin für Englisch sowie Film- und Medienwissenschaften an der Universität von Pennsylvania.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache in Kooperation mit dem EuropaPunktBremen statt.

Moderation: Susanne Schattenberg

Teilnahmegebühr: kostenfrei Anmeldung: über diesen Link direkt zur Onlineveranstaltung Veranstalter: Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen Kooperationspartner: EuropaPunktBremen Kontakt
Forschungsstelle Osteuropa, Universität Bremen E-Mail: fso@uni-bremen.de Telefon: 0421/218-69600