Europa Geschichte und Erinnerung Bremen und Bremerhaven

Stimmen aus der Ukraine. Musik, Politik und Literatur

Kapitelman Dimitrij klein c Christian Werner HR
Dmitrij Kapitelman, © Christian Werner
22.05.2022
13:30 Uhr
Referent:in u.a. mit Dmitrij Kapitelman, Tetiana Portnova Veranstaltungsort: Focke-Museum
Schwachhauser Heerstraße 240
28213 Bremen

Am Sonntag, den 22. Mai 2022 laden die Landeszentrale für politische Bildung Bremen das Focke-Museum zusammen mit ukrainischen Wissenschaftler:innen, Literat:innen, Kurator:innen und Musiker:innen, das globale° - Festival für grenzüberschreitende Literatur, die Forschungsstelle Osteuropa, das Staatsarchiv Bremen und das Historisches Museum Bremerhaven ins Focke-Museum ein zu: Stimmen aus der Ukraine. Musik, Politik und Literatur.
Die Veranstaltung ist auf Deutsch und Ukrainisch. Der Eintritt ist frei.

Künstler:innen, Aktivist:innen und Wissenschaftler:innen, vor allem aus der Ukraine oder mir ukrainischen Wurzeln werden das Wort ergreifen und die aktuelle Entwicklung aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Einige von ihnen haben schon seit vielen Jahren ihren Lebensmittelpunkt im Land Bremen oder Deutschland. Die meisten von ihnen sind jedoch seit dem 24. Februar vor dem Krieg nach Deutschland geflohen.

Das Focke Museum startet den Tag mit einem Benefizkonzert ab 13.30 Uhr und bietet zudem Kinderbetreuung bis zum späten Nachmittag an.

Das gemeinsame Kooperationsprogramm mit inhaltlichen Vorträgen und einem Poetry Slam Workshop für junge Erwachsene ab 16 Jahren mit Hanna Veil (alle Herkunftssprachen sind willkommen) startet um 14.30 Uhr. Programm auf Deutsch und Ukrainisch.

Der letzte Programmpunkt des Tages ist um 19.15 Uhr im Vortragssaal des Museums das Gespräch mit dem deutsch-ukrainischen Autor Dmitrij Kapitelman und der Historikerin Dr. Tetiana Portnova, vom Historischen Museum Dnipro in der Ukraine.


Eine Geschichte der Ukraine von Kyjiw bis nach Dnipro

Russische Kriegsverbrechen finden derzeit täglich in der Ukraine statt. Soldaten terrorisieren die ukrainische Zivilbevölkerung. Und das nicht erst seit dem 24.Februar 2022. Denn seit acht Jahren schon pflastern russische Landminen die Ostukraine. Putin spricht von einer „Entnazfizierung“. In den russischen Medien wird zugleich offen zum Genozid an Ukrainer:innen aufgerufen. Im April haben russische Soldaten in der besetzten südukrainischen Stadt Henitschesk eine Lenin Statue aufgestellt.

Die Ukraine hat ihre eigene Geschichte, ihr eigenes Territorium, ihre eigene Kultur, ihre eigene Sprache. Wir fragen, welches „wir“ nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion entstanden ist und welche Solidaritäten entstehen angesichts der Aggression Russlands?

Mit dem Autor Dmitrij Kapitelman, in Kyjiw geboren und seit den 1990er Jahren in Deutschland, sowie der Historikerin Tetiana Portnova, vom Historischen Museum Dnipro in der Ukraine und zurzeit in Deutschland, sprechen wir über den Krieg Russlands gegen die Ukraine, über geschichtspolitische Vergleiche und über die Konzepte von Nationalismus, Imperialismus und Faschismus im Spiegel des Angriffskrieges.


Історія України від Києва до Дніпра
Текст: Зараз в Україні щодня відбуваються російські військові злочини. Солдати тероризують мирних українців. І це не лише з 24 лютого 2022 року. Вже вісім років як російські фугаси окупували Східну Україну. Путін говорить про «денацифікацію», а російські ЗМІ закликають до геноциду українців. У квітні російські солдати встановили пам'ятник Леніну в південноукраїнському місті Генічеськ.

Україна має свою історію, територію, культуру, мову. Ми хочемо запитати, які «ми» стали після розпаду Радянського Союзу і яка солідарність сьогодні проти російських агресій.

Разом із автором Дмитром Капітельманом, народженим у Києві, а з 1990-х років у Німеччині, та істориком Тетяною Портновою з Дніпропетровського історичного музею, яка нині працює в Німеччині, ми хочемо поговорити про російську війну, історико-політичні коріння та порівняння, а також про концепції націоналізму, імперіалізму та фашизму щодо цієї російської агресії.

Flyer Ukrainisch

Teilnahmegebühr: kostenfrei Anmeldung: Keine Anmeldung nötig Veranstalter: Landeszentrale für politische Bildung Bremen, Focke Museum, Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen, Staatsarchiv Bremen, Historisches Museum Bremerhaven , Historisches Museum Bremerhaven, globale° - Festival für grenzüberschreitende Literatur BarrierefreiheitGroße Teile des Museums sind für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer zugänglich. Der Parkplatz mit zwei Behindertenparkplätzen liegt vor der Tür. Zwei Rollstühle stehen zu Ihrer Verfügung. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des FOCKE MUSEUMS: https://www.focke-museum.de/besuch/barrierefreiheit/ Kontakt
Lena Prötzel E-Mail: lena.proetzel@lzpb.bremen.de Telefon: 0471 450 38