Gedenkprogramm 27. Januar

„Valentin“

Logo 27 Januar
Eine Veranstaltung im Rahmen des Gedenkprogramms zum 27. Januar
03.03.2026
19:00 Uhr
Referent:in Jens Genehr Veranstaltungsort: Bremische Bürgerschaft
Am Markt 20
28195 Bremen

Jens Genehr stellt seine Graphic Novel über den Bunker Valentin vor.

Kann ein Comic historische Gewalt erfahrbar machen? Der Bremer Künstler Jens Genehr versucht genau das in seiner Graphic Novel „Valentin“. Im Mittelpunkt steht der U-Boot-Bunker Valentin in Bremen-Farge – ein monumentales Bauwerk des NS-Regimes, zwischen 1943 und 1945 errichtet unter Einsatz tausender Zwangsarbeiter:innen, KZ-Häftlinge und Kriegsgefangener aus ganz Europa. Mehr als 1.000 von ihnen überlebten die Arbeit auf der Baustelle nicht. Im Rahmenprogramm der Ausstellung „Das Unvorstellbare zeigen – Comics gegen das Vergessen“ stellt der Bremer Illustrator seine Graphic Novel in der Bürgerschaft vor.

Genehr stützte sich für seinen Comic auf originale Film- und Fotoaufnahmen des Fotografen Johann Seubert, der den Bau im Auftrag der Nationalsozialisten dokumentierte, sowie auf die Tagebücher von Raymond Portefaix, der als Jugendlicher aus dem französischen Murat nach Bremen-Nord verschleppt und zur Arbeit am Bunker gezwungen wurde. Im Gespräch berichtet der Autor über seine Quellen, die Entstehung der Graphic Novel und ihre Rezeption. Die Moderation übernimmt John Gerardu vom Verein Erinnern für die Zukunft e. V. 

Jens Genehr, geboren 1990 in Nürnberg, lebt seit 2010 in Bremen. Er studierte Psychologie und Freie Kunst und engagierte sich ehrenamtlich am Denkort Bunker Valentin. Die Graphic Novel „Valentin“ entstand im Rahmen seiner Abschlussarbeit und erschien im September 2019 als seine erste Einzelveröffentlichung im Bremer Verlag Golden Press.

Anmeldung: Um Anmeldung wird gebeten
anmeldung@buergerschaft.bremen.de
Veranstalter: Landeszentrale für politische Bildung Bremen, Bremische Bürgerschaft, Erinnern für die Zukunft e.V. BarrierefreiheitBarrierefrei. Kontakt
Tobias Peters E-Mail: tobias.peters@lzpb.bremen.de Telefon: 0421 361 2098