Gesellschaft

Verleihung des 19. Bremer Solidaritätspreises

Vortrag
Symbolbild Vortrag (c) pixabay
29.09.2025
17:00 Uhr
Referent:in Meseret Hadush Veranstaltungsort: Bremer Rathaus
Obere Halle
Am Markt 21
28195 Bremen

Meseret Hadush aus der Region Tigray in Äthiopien wird mit dem 19. Bremer Solidaritätspreis ausgezeichnet. Dies hat der Senat der Freien Hansestadt Bremen in seiner Sitzung am 29. April 2025, beschlossen.

Thema der Ausschreibung war die sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Mädchen in Konfliktsituationen. Sexualisierte Gewalt wird in Konfliktsituationen oftmals strategisch als Kriegswaffe eingesetzt, um ethnische Gruppen und Gemeinschaften zu zerstören und Menschen zu vertreiben. Vor dem Hintergrund der weltweit zu beobachtenden Zunahme von bewaffneten Konflikten und kriegerischen Auseinandersetzungen will der Preis einen Fokus auf die gravierende Situation von Frauen und Mädchen legen. Viele der Kriege und Konflikte – und mit ihnen das Schicksal der Frauen und Mädchen – werden von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen und scheinen von der Weltgemeinschaft vergessen.

Meseret Hadush setzt sich mit außergewöhnlichem Engagement gegen sexualisierte Gewalt in Tigray ein. 2023 gründete sie die Organisation Hiwyet, was auf tigrayisch "Heilung" bedeutet. Die Arbeit von Hiwyet umfasst sowohl die Unterstützung und Heilung von Opfern sexualisierter Gewalt und die Sensibilisierung der betroffenen Gemeinschaften als auch politisches Engagement. Mit ihrer Organisation kämpft Meseret Hadush dafür, den Schutz der Frauen und Mädchen auch durch die strafrechtliche Verfolgung der Täter zu verbessern und die Verantwortlichen auf internationaler Ebene für ihre Handlungen zur Rechenschaft zu ziehen. Herausstechend an der Arbeit von Hiwyet ist ihr klarer Fokus auf das Wohl der Überlebenden sexualisierter Kriegsgewalt, deren Sicherheit, Würde und Gerechtigkeit für die Opfer. Besonders ist auch, dass sie neben der akuten Unterstützung von Betroffenen und der Arbeit mit der Gesellschaft auch die Post-Konflikt-Bearbeitung, die langfristige Aufarbeitung der Gräueltaten und Bewältigung von Traumata, sowie die Prävention durch Bewusstseinsbildung und die Schaffung rechtlicher und politischer Strukturen im Blick hat, das heißt präventiv tätig wird.

Nominiert wurde Meseret Hadush von einer Vielzahl von Akteuren und Einzelpersonen, die ihr herausragendes Engagement seit Jahren unterstützen.

Der Festakt zur Verleihung des 19. Bremer Solidaritätspreises findet am 29. September 2025 um 17.00 h im Bremer Rathaus statt. Die Laudatio hält Dr. Monika Hauser, Gründerin von medica mondiale e.V., die sich seit Jahrzehnten gegen sexualisierte Kriegsgewalt engagiert.

Teilnahmegebühr: Kostenfrei Anmeldung: Um Anmeldung wird gebeten Veranstalter: Senat der Freien Hansestadt Bremen BarrierefreiheitUm barrierefrei in das Bremer Rathaus zu gelangen, benutzen Sie bitte neben dem Haupteingang die Klingel. Das Empfangspersonal fragt nach Ihrem Anliegen. Kontakt
Silke Goethe (SK) E-Mail: silke.goethe@sk.bremen.de