80 Jahre Überfall auf die Sowjetunion

„Von der Brutalität des Bösen“

Kiew brennt
(c) Privatarchiv Karl Schneider
13.10.2021
19:00 Uhr
Referent:in Karl Schneider Veranstaltungsort: Stadtbibliothek Bremen, Zentralbibliothek
Wall-Saal
Am Wall 201
28195 Bremen

Von Bremen nach Babyn Jar – von Krakau nach Kiew – zog das Bremer Polizeibataillon 303 vor 80 Jahren. Mithilfe von Aussagen, Bildern und Dokumenten zeigt Karl Schneider auf, wozu Ausgrenzung und Antisemitismus führten, wie die Bremer Polizeieinheit mordend durch die Ukraine zog und auch am größten Einzelmassaker gegen die Juden im Zweiten Weltkrieg beteiligt war: in Babyn Jar in Kiew.

Karl Schneider, emeritierter Professor an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Bremen, ist Autor des Buches ,,Auswärts eingesetzt - Bremer Polizeibataillone und der Holocaust’‘ (2011, Klartext). Darin liefert er nicht nur die Geschichte der Bremer Polizeibataillone im Zweiten Weltkrieg, sondern eine Studie zur Polizei in der Hansestadt von 1918 bis über 1945 hinaus. Die Arbeit schließt damit an eine Reihe von polizeihistorischen Regionalstudien an, die in den 1990er-Jahren durch die Bücher von Christopher Browning und Daniel Goldhagen angestoßen wurden.

Karl Schneiders Studie über die ,,grüne Polizei‘‘ behandelt erstmals die Rolle der Bremer Polizeibataillone 105 und 303 als Helfershelfer beim Holocaust. Es wird detailliert gezeigt, wie sich Bremer Polizisten an Massenmorden in der Ukraine beteiligten, gegen Partisanen in der Sowjetunion kämpften und an den Verfolgungen und Deportationen von Juden in den Niederlanden teilnahmen. Ebenso Thema sind die Überführung der Landespolizei in die Wehrmacht 1935, das Mitwirken Bremer Polizeikräfte beim Einsatz in Österreich und in den Sudetengebieten 1938 sowie in Norwegen.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Programms zu 80 Jahre Beginn des Vernichtungskrieges gegen  die Sowjetunion.

Anmeldung erforderlich unter: www.stabi-hb.de

 

Teilnahmegebühr: kostenlos Veranstalter: Landeszentrale für politische Bildung Bremen, Erinnern für die Zukunft e.V. Barrierefreiheitbarrierefrei Kontakt
Tobias Peters E-Mail: tobias.peters@lzpb.bremen.de Telefon: 0421 361 2098