Gedenkprogramm: "27. Januar – Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus"

Was haben Kolonialismus und Nationalsozialismus miteinander zu tun?

Antikolonialdenkmal HB2013
Foto: "Matthias Süßen (talk) - Eigenes Werk" // CC-BY-SA 3.0
18.03.2021
18:00 Uhr
Referent:in Dr. Susann Lewerenz Veranstaltungsort: digital oder physisch, Update unter www.boell-bremen.de

Am Fuße des Bremer "Kolonialelefanten" trat im Jahre 1937 die "Deutsche Afrika-Schau" auf: eine "Völkerschau", in der durch rassistische Ausgrenzung arbeitslos gewordene Schwarze Menschen ihren Lebensunterhalt verdienten und die sowohl "rassenpolitischen" als auch kolonialpropagandistischen Interessen des NS-Regimes diente. Ausgehend vom Gastspiel der "Deutschen Afrika-Schau" in Bremen stellt sich die Frage, welche Rolle koloniale und rassistische Denk- und Deutungsmuster und damit in Verbindung stehendes staatliches Handeln im Nationalsozialismus spielten und in wel­chem Verhältnis sie zum national­sozialistischen Antisemitismus standen. Anlie­gen des Vortrages ist es, dieses Verhältnis anhand ausgewählter Beispiele genauer zu beleuchten. Dabei geht es weniger um die Frage nach Kontinuitäten von kolonialer genozidaler Gewalt zum Holocaust, auf die Debatten um Verflechtungen zwischen kolonialen Rassismen und Antisemitismus oft gefluchtet werden. Vielmehr werden Aktuali­sierungen koloni­alrassistischer Denk- und Deutungsmuster in NS-Kolonialdiskursen herausgearbeitet und diese auf ihre jeweiligen Verknüpfungen mit dem national­sozialistischen Antisemitismus hin untersucht.

Teilnahmegebühr: kostenfrei Veranstalter: Heinrich Böll-Stiftung Bremen BarrierefreiheitInformationen über die Barrierefreiheit erhalten Sie von dem Veranstalter. Kontakt
Heinrich Böll-Stiftung Bremen E-Mail: kontakt@boell-bremen.de