„Wo stehen wir im Gedenken an queere Opfer des NS-Regimes?“
(Hybrid-)Vortrag von Dr. Lutz van Dijk. Moderation: Christian Linker (Rat&Tat Zentrum).
Lange herrschte Sprachlosigkeit und Schweigen vor – in offiziellen Gedenkfeiern nach 1945 war ein Erinnern an sexuelle und geschlechtliche Minderheiten nicht willkommen. Inzwischen gibt es in Deutschland und wenigen anderen Ländern eine Erinnerungskultur, die auch ausdrücklich queere Opfer einbezieht. In der Holocaust Gedenkstunde im Deutschen Bundestag wurde am 27. Januar 2023 erstmals queerer Menschen als NS-Opfer gedacht. In der Gedenkstätte Auschwitz ist dies bis heute nicht möglich. Selbst im gerade eröffneten Holocaust Museum in Amsterdam tauchen sexuelle Minderheiten nicht auf.
Der Historiker Dr. Lutz van Dijk forscht seit Jahrzehnten über queere NS-Opfer und war auch maßgeblich an der Gedenkstunde im Bundestag 2023 beteiligt. Mit ihm wollen wir im Gespräch diskutieren, wo wir heute im Gedenken stehen und einen Blick in die Zukunft wagen.
Im Rahmen der Ausstellung „gefährdet leben. Queere Menschen 1933-1945“.
Tobias Peters E-Mail: tobias.peters@lzpb.bremen.de Telefon: 0421 361 2098