Geschichte und Erinnerung

Aus dem Gepäck der Kriegskinder

Vortrag
Symbolbild Vortrag (c) pixabay
25.04.2024
19:00 Uhr
Referent:in Inge Buck Veranstaltungsort: Landeszentrale für politische Bildung
Birkenstraße 20/21
28195 Bremen

Als die Gedichte und Prosatexte der "Kriegskinder" - sie waren zwischen 1934 und 1940 zur Welt gekommen  - zum ersten Mal veröffentlicht wurden (2015) , musste das allgemeine Interesse an ihrer Generation  erst noch geweckt werden. Europa schien seit längerer Zeit durch eine Friedensordnung gefestigt und durch  Kriege nicht mehr bedroht zu sein.

Was im Rahmen eines Schreib-Workshops begann, ist heute von unschätzbarem Wert. Die Aufzeichnungen der  "Kriegskinder"  - inzwischen sind aus dem Kreis der acht Schreibenden  bereits vier gestorben -  sind Zeugnisse aus dem zweiten Weltkrieg, in denen die jeweils individuellen Erfahrungen zugleich für das Allgemeine stehen. Die "Kriegskinder"  haben, ohne sich dessen bewusst gewesen zu sein,  Zeitgeschichte geschrieben

Heute zeigt sich, wie begründet dieses schriftliche Eingedenken gewesen ist – es war das seismographische Vorgefühl einer jederzeit möglichen, neuen Katastrophe. Es wurde offenbar, dass die Erlebnisse und Sehnsüchte, die Schreckensbilder und Traumata der Kinder des 2. Weltkriegs unverjährbar sind,  dass sie ein zeitlos aktuelles Mahnmal darstellen.

Darüber hinaus bezeugen die Aufzeichnungen aber auch ein Bewusstsein des “carpe diem“, eine früh erfahrene Notwendigkeit und   Fähigkeit der "Kriegskinder",  das Heute zu nutzen, da man nicht weiß, was morgen sein wird.

 

Teilnahmegebühr: Kostenfrei Veranstalter: Landeszentrale für politische Bildung Bremen, Edition Falkenberg BarrierefreiheitBarrierefrei Kontakt
Tobias Peters E-Mail: tobias.peters@lzpb.bremen.de Telefon: 0421 361 2098